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Fühlen?

Ich fühle, oder fühle nicht
Doch will ich es nicht sagen
Zurzeit ist das nichts für mich
Will bestimmtes nicht mehr malen

Fühle ich, behalt ichs für mich
Ich hoffe ich behalts für mich allein
Denn wenn es wär' für dich
Mal' ich etwas von der Herzensgicht

Wenn ich fühle und es weiss
Und mein Herzlein brennt mir heiß
Dann will ichs dennoch so nicht einfach sagen
Will nicht den Teufel an die Wände malen

http://www.wdr5.de/lilipuz/programm/zeitkreisel/media/1_bild/03-11-03_chinesische-mauer-gross.jpg

25.5.07 21:46, kommentieren



Was ich will

Ich hasse diese Nebelschwaden
Die sich an meiner Seele laben
Ich suche auf der Wiese meine Blüten
Doch ich finde nichts im Trüben

Mit der Zeit wirst du auch selbst zu Nebel
Dann gibts zur Rettung keinen Hebel
Du verlierst den Blick für schöne Blüten
Findest nur die Grauen und die Trüben

Licht durchleutet manchmal meinen Nebel
Zeigt mir dadurch meinen eignen Knebel
Der Knebel bin ich selbst allein
Soll dies denn mein Schicksal sein?

Im Licht seh ich dann was ich vermisse
Hab genug dunkles, trübes und graues gesehn
Dunkle Blüten sind meist schwerer zu verstehn
Ich will nicht mehr denken, ich will nur noch dich
Dich, ein buntes Blütlein, ganz allein für mich

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1 Kommentar 26.5.07 18:01, kommentieren

Die Anderen

Wie wichtig dürfen sie mir sein?
Die Anderen
Dürfen sie denn mich bestimmen?
Die Anderen

Selber sollte man die Dinge wissen
Oder sonst den kalten boden küssen

Aber haben sie nicht manchmal recht?
Die Anderen
Sollte ich nicht doch auf sie hören?
Die Anderen

Bin ich manchmal nur zu blind?
Und spüre nicht den Gegenwind?
Fast schon gezielt renn ich ins Messer.
Nur weil ich denk, ich weiss es besser.

Haben sie dann nicht recht?
Die Anderen
Sollte man nicht doch auf sie hören?
Die Anderen

Doch was ist wenn es gut verläuft?
Was ist wenn die Sonne lacht?
Hab ich dann nicht Glück gehabt?
Doch man sollte auf dem Boden bleiben
Und sich nicht zu weit vom Abhang neigen
Lieb dich zuerst selbst, dann die Anderen

Sollte ich nicht selbst so sein?
Die Anderen
Bin ich den nicht wie sie?
Die Anderen

Hin und wieder wird auf mich gehört
Denn manchmal bin ich selbst wie
Die Anderen

http://www.gehoerlose-salzburg.at/bilder/menschenmasse.gif

28.5.07 23:09, kommentieren

Kurzgeschichte I

Am morgen stand er auf und hatte ein flaues Gefühl im Magen. Es regnete draußen und es war kalt. An diesem Tag hatte er etwas vor. Er wusste nur noch nicht so ganz wie er es anstellen sollte. In seiner Schule gab es ein Mädchen dass er schon seit geraumer Zeit ansprechen wollte, doch sich nie traute. Doch dieser Tag war anders. Heute wollte er sich trauen. Er stand also auf und ging ins Bad und sah in den Spiegel und erblickte nichts. Er erblickte nichts, nichts was in seinen Augen großartig wäre. Kein Funkeln in den Augen, keine Freude im Gesicht, nur eine Befremdlichkeit. Egal. Er putzte sich die Zähne, kämmte sich und ging los zur Schule. Es regnete und stürmte, als wollte es ihn heute von seinem Vorhaben abbringen. Kalt war es auch. Doch letztendlich erreichte er die Schule. Ihm ging durch den Kopf wie er es heute anstellen mag. Er musste das Glück haben das Mädchen möglichst alleine zu erwischen, da er nicht wollte, dass noch irgendjemand dabei ist, sollte er scheitern. Um 8 Uhr begann der Unterricht. Der Lehrer hatte selber 15 Minuten Verspätung da alle Straßen ziemlich verstaut und schwer befahrbar waren an diesem Tag. Die Mathe Stunde verging. Er versuchte sich von der Aufregung des Ziels dass er sich für heute gesetzt hatte abzulenken, indem er besonders gut im Unterricht mitmachte. Das funktionierte ganz gut, bis die Schulglocke zur Pause klingelte. Denn jetzt sollte es losgehen. Als er an diesem Morgen die Schule betrat sah er sie, die, die er ansprechen wollte ja bereits, es gab also kein zurück mehr. Er ging noch schnell auf die Toilette und sah sich im Spiegel an. Ihm wurde kalt. Er wendete sich schnell von diesem Anblick ab und ging durch den schülergefüllten Gang in Richtung Foyer im 2. Stock. Im ging vieles durch den Kopf: Vergangenes, und ihm wurde wieder kalt. Sollte er sie wirklich heute ansprechen? Ja! Er wollte einfach nicht aufgeben. Nicht jetzt, er wollte sein Tagesziel erreichen! Alles andere war unwichtig. Im 2. Stock saß sie in der Regel, dort wollte er zuerst nach ihr sehen. Sie lief an ihm vorbei. Er drehte sich nach ihr um und sah sie an, so wie er es das letzte halbe Jahr tat. Heute muss einfach sein Glückstag gewesen sein! Sie war allein. Er folgte ihr. Fast schon verbissen wie ein Mörder der sein Opfer sucht; Bloß nicht das Ziel aus den Augen verlieren! Sie blieb im Erdgeschoss stehen. Er überlegte sich wie er es denn anstellen mag. Was sollte er sagen? Sie war heute allein, die Chance! Er dachte noch eine Minute nach, als ließe ihm Gott alle Zeit die er braucht. Er hatte jetzt seinen Mut zusammen genommen sie anzusprechen. Sie stand vor einer Glastür, rechts neben der Treppe die er jetzt hinunter ging. Unten angekommen wendete er sich zu ihr und wollte auf sie zugehen um sie anzusprechen. Doch er sah sich und kehrte um.

30.5.07 01:43, kommentieren